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Der Windchill-Effekt - wie kalt ist es auf dem Berg?!

Der Windchill-Effekt - wie kalt ist es auf dem Berg?!

Kalt ist es im Winter bekanntlich meistens, aber wie kalt ist es eigentlich am Berg, wenn Wind mit ins Spiel kommt? Es gibt nämlich einen Unterschied zwischen Außentemperatur und gefühlter Temperatur, wenn der Windchill-Effekt einsetzt. Wir sind dem Ganzen auf den Grund gegangen...

Wir haben uns die Splitboards an die Beine geschnallt und uns auf den Weg nach Bayerisch-Sibirien gemacht - genauer gesagt zum Großen Arber nahe der Tschechischen Grenze in Ostbayern.

Das ist unser Playboard Hausrevier und dort haben wir seit Beginn unserer Snowboardleidenschaft legendäre Sessions gefeiert. Kicker, Cliffs, Pillows - das volle Programm, denn früher kam es auch vor, dass 2,6m Schneehöhe auf dem Berg anzutreffen war. Der Gipfel liegt auf 1455m Höhe und das ist damit der höhste Berg im Böhmerwald/Bay.Waldes.

Also haben wir uns für den unbequemen Weg entschieden nicht den Lift zu nehmen und uns per pedes und Splitboards hoch auf den Berg zu bewegen.

Im Schutze es Waldes war die Sicht weitaus besser, als bei der Autofahrt, denn die Wetterprognosen für den Tag waren alles andere als heiter. Ideal für unseren Temperaturtest, denn wie jeder weiß, wird einem beim Hiken richtig warm.

Aber kaum über der Baumgrenze war man der Natur ausgeliefert. Nebel, schlechte Sicht und eine Temperatur von -5°C. Eigentlich ist das in dieser Höhe und im Winter nichts Ungewöhnliches, aber interessanter wird das ganze, wenn Wind, bzw. Sturmboen hinzukommen, so wie in unserem Falle.

Die wurden laut Wetterbericht auch profezeit. Andernorts ging es schon zur Sache. Die Air&Style Finalruns vielen aus, der Faschingszug in Mainz wurde abgesagt und das alles weil ein Sturmtief über Deutschland hinwegzog. Alex machte rein optisch Tenzing Norgay - dem berühmten Sherpa aus dem Himalaya - alle Ehre.

Die Sturmböen waren am Gipfel am schlimmsten zu spüren und es schneite horizontal statt vertikal. Durch jede mögliche Ritze fegte der Wind und das bei Spitzengesschwindigkeiten von bis zu 70km/h.

Daher wurde es auch nur ein kurzer Gipfelaufenthalt, denn der Windchill-Effekt war mit seiner vollen Breitseite zu genießen. 

Außentemperatur: -5°C + eine Windgeschwindigkeit von 70km/h ergeben nach Berechnung anhand dieser Formeln:

Alte Formel: Twc = 33 + (0.478 + 0.237 · SQRT (Vw) - 0.0124 · Vw) · (T-33)

Neue Formel: Twc = 13.12 + 0.6215 · T - 11.37 · Vw0.16 + 0.3965 · T · Vw0.16
bzw: Twc = 35.74 + 0.6215 · T - 35.75 · Vw0.16 + 0.4275 · T · Vw0.16   (für T/Twc in °F) 

Die zur Ermittlung der Windchill-Temperatur (gefühlten Temperatur) aufgestellt wurden.

-28°C nach alter Formel

-15°C nach neuer Formel

Die gefühlte Temperatur ist demnach um ein Vielfaches kälter, als das Thermometer anzeigt. Männer, die von ihren Freundinnen auf der Piste angeschrieen werden, wissen also, wie frostig kalt ein Snowboardtag sein kann!!!

Selbst die Eiskristalle bildeten sich aufgrund der Sturmböen auf einer Seite und brauchten es auf mehrere Zentimeter. Die empirischen Formeln für die Berechnung des Windchill-Effekts gehen auf die US Streitkräfte zurück, denen es im Zweiten Weltkrieg zu kalt wurde und eigens einen amerikanischen Polarforscher namens Paul Siple und Charles F. Passel im Jahr 1941 durchführten. 

Wie auf einer Polarexpedition haben wir uns auch gefühlt und das Fotos des Barts spricht Bände. Weshalb wir gefühlt auch eher auf die alte Formel setzen würden.

Wollt ihr eure gefühlte Temperatur ermitteln, so lässt sich der Windchill-Effekt im Link wie (oben in der Tabelle gezeigt) nach alter Formel berechnen. Wer es korrekt angehen möchte, der stellt seine Rechnung mit der neuen Windchill-Formel auf.

Gut jedenfalls, dass es unter dem Arbergipfel eine Hütte mit Windschutz gibt und man dort im "Warmen" sein Splitboard zusammenbauen kann. 

Bei uns war das neue Völkl Xsight Setup dabei und das hat einen richtig guten Eindruck hinterlassen.

Fazit des Tages und Temperatur-Tests: Egal wie schlecht manchmal das Wetter am Berg sein mag, es war ein sehr cooler Tag! Und davon kann man bekanntlich nicht genug von haben.

Bis zur nächsten Hiking-Expedition...

Photos: Alex Faisst & Jochen Bauer

< zurück Von Jochen Bauer
 
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